»Politisch fatales Signal«

Berlin: Kontroverse um vorzeitige Freilassung eines inhaftierten Antifaschisten, der 2004 versuchte, einen Neonaziaufmarsch mit einer brennenden Barrikade zu stoppen
Von Theo Schneider

Am heutigen Mittwoch wird in einer Anhörung vor dem Berliner Landgericht entschieden, ob der inhaftierte Antifaschist Christian S. vorzeitig aus der JVA Plötzensee entlassen werden kann, indem ihm seine Reststrafe erlassen wird. Seit Juni 2007 sitzt S. eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten ab, unter anderem weil er sich am 1. Mai 2004 in Berlin-Friedrichshain einem Aufmarsch der neofaschistischen NPD in den Weg stellte, dabei Mülltonnen in Brand gesetzt und einen Pkw beschädigt haben soll.
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Protest vor »Thor Steinar«-Shop

Berlin: Erneut Aktion vor »Tromsø« in Berlin-Friedrichshain. Demo am heutigen Samstag
Von Theo Schneider
Nachbarn des neuen »Thor Steinar«-Shops haben am Freitag in Berlin-Friedrichshain gemeinsam mit antifaschistischen Gruppen gegen Neonazis demonstriert. An Balkonen im Nebenhaus des Bekleidungsgeschäfts »Tromsø« in der Petersburger Straße befestigten Mieter Transparente gegen die Neueröffnung des Ladens. Das »Tromsø« verkauft die bei Neonazis beliebte Modemarke »Thor Steinar«. In der Nähe des Ladens am U-Bahnhof Frankfurter Tor wurden zudem Flugblätter an Passanten verteilt, um für die Protestdemonstration am heutigen Samstag (Beginn 14 Uhr, S-Bhf. Warschauer Straße) zu mobilisieren. Bereits am vergangenen Samstag hatten sich 250 Menschen vor dem »Tromsø« eingefunden, um gegen zunehmende Präsenz von Neonazis im Kiez zu protestieren.
Das Neue Deutschland meldete am Donnerstag, daß die norwegische Stadt Tromsø das Modelabel inzwischen dazu aufgefordert habe, den Namen sofort niederzulegen.

Quelle: Junge Welt (http://www.jungewelt.de/2009/03-07/020.php)