„Los jetzt hier!“ – Wie sieht es aus am 1. Mai?

Neonazis in der Kneipe
Alljährlich ist der 1. Mai ein Tag im Ausnahmezustand. Überall Demonstrationen und Veranstaltungen. In diesem Jahr werden bundesweit wohl sechs Neonazidemos stattfinden, die viele Bündnisse nicht einfach vorüberziehen lassen wollen. Ein Überblick.

Mindestens sechs Neonazisdemonstrationen sollen am 1. Mai im ganzen Bundesgebiet stattfinden. Dabei ist sich die Szene nicht immer einig. Konflikte gibt es aufgrund der vielen unterschiedlich angemeldeten Demos, die ein gemeinsames Auftreten verhindern. Wie es bisher aussieht werden Demonstrationen in Berlin, Schweinfurt, Rostock, Erfurt, Hoyerswerda und Zwickau stattfinden. Die Polizei gerät dadurch in Zugzwang, denn ebenso finden an diesem Wochenende noch einige Bundesligaspiele statt. „Ich gehe davon aus, dass wir gut aufgestellt sein werden“, meint allerdings der Berliner Innensenator Ehrhart Körting in der TAZ. Die Schätzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Neonazidemos überbieten sich gegenseitig. Dabei wären realistische Einschätzungen angesagt. Schließlich finden im ganzen Bundesgebiet Demos statt; die Szene muss sich aufteilen. Am größten werden wohl Berlin und Schweinfurt werden. Aber auch Rostock macht den Anschein, dass es ungemütlich wird. Doch überall müssen sich die Neonazis auf Gegenproteste einstellen.
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Berliner Park nach Kurt Goldstein benannt

Von Theo Schneider / Foto: Gabriele Senft

Vor über 200 Menschen wurde am Sonntag im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ein Stadtteilpark am U-Bahnhof Hellersdorf zu Ehren des antifaschistischen Widerstandskämpfers Kurt Julius Goldstein (1914–2007) benannt. Der ehemalige DDR-Rundfunk-Intendant hatte über viele Jahre hier im Bezirk gelebt. Als Interbrigadist hatte Goldstein im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten gekämpft. Von den Nazis wurde er als Kommunist und Jude verfolgt und in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald eingesperrt. Er überlebte im Januar 1945 den Todesmarsch nach Buchenwald. Zusammen mit anderen Häftlingen leistete er dort vor 65 Jahren den »Schwur von Buchenwald«.

Quelle: Junge Welt (http://www.jungewelt.de/2010/04-12/057.php)