Neonazi muß zahlen

Gericht verwirft Revision von ehemaligem »Bundesführer« der verbotenen »Heimattreuen Deutschen Jugend« nach Angriff auf Journalistin
Von Theo Schneider

Berlin: Prozeß gegen HDJ-Mitglieder im Mai 2010
Foto: Rio Freibeuter

Der ehemalige »Bundesführer« der verbotenen »Heimattreuen Deutschen Jugend« (HDJ), Sebastian Räbiger, mußte sich am Montag vor dem Landgericht Potsdam wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung verantworten. Der Anklage zufolge soll er am 4. November 2006 am Rande des sogenannten »Märkischen Kulturtages« im brandenburgischen Blankenfelde (Landkreis Teltow-Fläming) die Journalistin Andrea Röpke angegriffen und im Verlauf der Auseinandersetzung ihre Kamera beschädigt haben. Damals waren rund 200 Anhänger der neonazistischen Jugendorganisation zu der konspirativ geplanten Zusammenkunft im Gasthof »Zur Eiche« erschienen.
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Neonazi für schuldig befunden

Landgericht verwarf Revision zu Angriff auf die Journalistin Andrea Röpke
Von Theo Schneider

Der ehemalige Bundesführer der verbotenen »Heimattreuen Deutschen Jugend« (HDJ), Sebastian R. musste sich am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung vor dem Potsdamer Landgericht verantworten. Der Anklage zufolge soll er im November 2006 in Blankenfelde die Journalistin Andrea Röpke geschlagen und ihre Kamera beschädigt haben. Damals waren rund 200 Anhänger der neonazistischen Jugendorganisation zu einer konspirativ geplanten Zusammenkunft im Gasthof »Zur Eiche« erschienen.
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Rechte in der Krise

Die DVU wollte mit der NPD fusionieren. Doch die Partei zerlegt sich selbst. Mittlerweile traten drei Mitglieder des Bundesvorstandes zurück.
Theo Schneider

Von der medienwirksamen Ankündigung einer Fusion von DVU und NPD sollte ein Signal der Stärke und Einheit innerhalb der extremen Rechten ausgehen. Doch davon ist die DVU mittlerweile weit entfernt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Partei zutiefst zerstritten. Nur anderthalb Wochen, nachdem ihr Bundesvorsitzender Matthias Faust während des Bamberger NPD-Parteitages eine Mitgliederbefragung zur Vereinigung beider Parteien ankündigte, enthob ihn das Schiedsgericht seiner eigenen Truppe wegen »parteischädigenden Verhaltens« mit sofortiger Wirkung seines Amtes. Zudem entzog ihm das Gremium die Mitgliedschaft. Für seine Pläne fehlte ihm die Zustimmung des Bundesvorstandes, hieß es in der Begründung. (siehe junge Welt vom 16. Juni)
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