Neuer Szenetreff in Berlin-Schöneweide?

07.07.2011 – In dem Ladengeschäft des NPD-Landesvizes Sebastian Schmidtke unweit der berüchtigten Kneipe „Zum Henker“ soll künftig „alles für den Aktivisten“ erhältlich sein.

Der Ortsteil Schöneweide im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick scheint derzeit im Fokus der Berliner Neonazi-Szene zu stehen. Neben dem bekannten Neonazi-Szenetreff „Zum Henker“ in der Brückenstraße, versucht jetzt der Berliner NPD-Vize Sebastian Schmidtke mit einer neuen Ladeneröffnung einen weiteren rechten Anlaufpunkt in dem Kiez zu etablieren. Das nach dem Sprengstoff „Hexogen“ benannte Geschäft soll zukünftig „alles für den Aktivisten vertreiben“, wie ein Flyer für den Laden verrät. Vertrieben werden sollen demnach „Outdoor“- und „Military“-Artikel, aber auch „Sicherheitsdienstbedarf“. Am Freitag wollen Antifa-Gruppen und zivilgesellschaftliche Initiativen durch Schöneweide dagegen demonstrieren.
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Nazis saufen, prügeln, pöbeln und sprühen Hakenkreuze

Die aktuelle Bilanz der Polizei für rechte Straftaten im Bezirk, bietet Einblicke in das Verhalten von rechtsextremen Straftätern im vergangenen Jahr. Danach sind die Nazis nicht nur verantwortlich für zahlreiche Sachbeschädigungen, sie bedrohen und schlagen auch Menschen, die nicht in ihr menschenfeindliches Weltbild passen.


„Von rechten Aufmärschen geht immer wieder Gewalt aus“ (Foto: Theo Schneider)

Aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage des Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Philipp Wohlfeil, geht hervor, dass die Zahl der Delikte leicht zurückgegangen ist. Wurden im vorletzten Jahr noch insgesamt 133 rechte Straftaten gezählt, so waren es 2010 lediglich 108 Delikte, die aufgenommen wurden. Gewalttaten von Neonazis haben ebenso abgenommen. 2010 registrierte die Polizei drei Gewalttaten. Im Jahr davor waren es noch vier Mal so viele. Die Verteilung der Taten im Bezirk hat sich gegenüber den Vorjahren kaum geändert. Nach wie vor sind Köpenick, Niederschöneweide und Oberschöneweide die lokalen Schwerpunkte. (more…)