Berlin-Liga: Fünf Verletzte bei Randale

Am Sonntag gingen Fans von TeBe und dem TSV Rudow aufeinander los. Es gab Verletzte und Festnahmen.
dpa/B.Z.


Theo Schneider
Jetzt wird schon in der Berlin-Liga gezündelt. TeBe-Fans brannten in Rudow Pyrotechnik ab

Kaum noch ein Tag ohne Meldung über neue Fan-Ausschreitungen. Selbst in der Berlin-Liga wird jetzt geprügelt. Am Sonntag gingen beim Heimspiel des TSV Rudow gegen Tennis Borussia Berlin Fans beider Lager aufeinander los. Die traurige Bilanz: fünf Verletzte, darunter drei Polizisten, und vier vorläufige Festnahmen.

Schon während des Spiels war es auf dem Sportplatz in der Stubenrauchstraße in Neukölln zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gekommen. In der Halbzeitpause zündeten TeBe-Fans Pyrotechnik. Die Rudow-Fans antworteten mit rechtsradikalen Parolen und warfen mit Bierbechern auf die Gästefans.

Nach Ende des Spiels trafen am U-Bahnhof Zwickauer Damm die beiden Fangruppen aufeinander. Die gegenseitigen Provokationen gingen weiter. Vereinzelt flogen Steine. Erst nachdem die Polizei dazwischen ging, beruhigte sich die Lage. Insgesamt gab es vier Festnahmen, Ermittlungsverfahren wurden unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet.

Quelle: BZ (http://www.bz-berlin.de/sport/fussball/berlin-liga-fuenf-verletzte-bei-randale-article1307235.html)

Runen-Mode unerwünscht

Rund 100 Menschen protestierten gegen die Eröffnung eines »Thor-Steinar«-Ladens in Weißensee
Von Paul Liszt


Über Nacht mit neuem Schild
Foto: Theo Schneider

Am Freitagmorgen eröffnete in der Berliner Allee im Stadtteil Weißensee mit dem »Tønsberg«, ein weiteres Geschäft, in dem Artikel der in der rechten Szene beliebten Modemarke »Thor Steinar« verkauft werden. Die Betreiberfirma Skytech unterhält einen zweiten Laden in Friedrichshain. An einer kurzfristig angesetzten Protestkundgebung auf dem nahe gelegenen Antonplatz beteiligten sich etwa 100 Menschen. Aufgerufen hatte das Bündnis »Kein Kiez für Nazis«, das aus einer Kampagne gegen die auch in Weißensee aktive, inzwischen verbotene Neonazigruppierung »Freie Nationalisten Berlin-Mitte« hervorgegangen war. Unterstützung bekam dieser Zusammenschluss der Gruppen »Northeast Antifascists« und »Antifaschistische Initiative Nordost« auch von der LINKEN und den Grünen.
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