Hören, Sehen und Widersprechen

Immer mehr Menschen wünschen sich eine andere, faire Nahrungsmittelherstellung
Von Haidy Damm

Landwirte, Imker, Verbraucher, Tierschützer und Umweltaktivisten demonstrierten am Wochenende in Berlin für eine Agrarwende und gegen Massentierhaltung, Gentechnik, Pestizide und Spekulation.

Agrarindustrie, Massentierhaltung, Gentechnik: »Wir haben es satt!«<br />
Foto: Theo Schneider
Agrarindustrie, Massentierhaltung, Gentechnik: »Wir haben es satt!«
Foto: Theo Schneider

Es ist noch früh am Samstagmorgen, die wenigen Wolken am Himmel lassen auf einen sonnigen Tag hoffen, als am Berliner Ostbahnhof die Traktoren starten. Ihr erstes Ziel: Die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft GmbH (BVVG). Vor dem Gebäude an der Schönhauser Allee haben sich drei Demonstranten aufgebaut, auf ihrem Transparent kritisieren sie die Preispolitik der BVVG als »Bodenverscherbelung«. Später auf der Rednerbühne am Potsdamer Platz wird eine junge Bäuerin aus Brandenburg erzählen, wie schwierig es angesichts der steigenden Bodenpreise für die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist, überhaupt Pachtland zu erhalten. Doch im Moment müssen die Traktoren weiter, sie haben erst die Hälfte ihrer Route durch Berlins Mitte geschafft. (more…)

Tausende demonstrieren gegen die Agrarindustrie

30.000 Öko-Aktivisten demonstrierten am Samstag am Rande der Grünen Woche für eine neue Agrarpolitik.

Theo Schneider / Tausende Menschen aus ganz Deutschland demonstrieren für eine neue Agrarpolitik und Tierrechte
Theo Schneider / Tausende Menschen aus ganz Deutschland demonstrieren für eine neue Agrarpolitik und Tierrechte

Rund 30.000 Menschen sind für einen besseren Tier- und Klimaschutz in der Landwirtschaft auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt” forderten die Teilnehmer am Rande der Grünen Woche von der Bundesregierung eine agrarpolitische Wende. Ein Bündnis aus nach Veranstalterangaben rund 100 Umwelt-, Verbraucherschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie Bürgerinitiativen und Landwirtschaftsverbänden hatte zu dem Protest aufgerufen. Rund 70 Traktoren seien dem Protestzug vorweg gefahren, hieß es. Einige Landwirte seien mit ihren Treckern aus ganz Deutschland bis zu 50 Stunden angereist. (more…)

Vom Parteienprivileg geschützt

17.01.2014 – Auch in Berlin ist „Die Rechte“ ein Sammelbecken für Neonazis aus verbotenen Organisationen. Der Senat sieht juristisch aber wenig Erfolgsaussicht für Zerschlagung des Berliner Verbands als Nachfolgeorganisation des verbotenen „Frontbanns 24“.

Seit Herbst letzten Jahres existiert auch in der Hauptstadt ein Landesverband von Christian Worchs neonazistischem Parteiprojekt „Die Rechte“ (DR), das vor allem in Nordhrein-Westfalen als Auffangbecken für Neonazis zu werten ist, deren Gruppierungen zuvor verboten wurden. Am 15. September gründete sich die Berliner Gliederung in der bekannten rechtsextremen Szenekneipe „Zum Henker“ im Ortsteil Schöneweide. Nach Angaben des Innensenats in der Antwort auf eine kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus (17/12 765) nahmen neben dem DR-Bundesvorsitzenden Worch rund 20 Personen an der Gründungsveranstaltung teil, unter anderem bekannt als ehemalige Mitglieder NPD und der verbotenen Kameradschaft „Frontbann 24“.

Dabei fungiert die Partei offenbar auch in Berlin als Organisationsersatz für die nach dem Vereinsgesetz verbotene Gruppierung: Die Führungsfiguren des ehemaligen „Frontbann 24“ übernehmen nun im Landevorstand der Partei wieder leitende Funktionen. Uwe Dreisch als Landesvorsitzender und Gesine Schrader als Vorstandsmitglied. Auch der ehemalige Frontbann-Aktivist Dennis Kittler findet sich im Vorstand. Daneben reihen sich Aktivisten aus ihrem Umfeld, wie Patrick Krüger, Tom Staletzki und Jens Oberwinter als weitere Funktionäre ein. Kontakte sollen laut Innensenat zu „aktionsorientierten Rechtsextremisten“ in Nordrhein-Westfalen sowie einzelnen Hamburgern und Brandenburger Neonazis bestehen. (more…)

US private sector job creation jumps; Eurozone jobless at record high – as it happened

4.21pm GMT Meanwhile in Berlin…..

US Secretary of the Treasury, Jacob Lew and German Finance Minister Wolfgang Schauble attending a press conference in Berlin. Photograph: Theo Schneider/Demotix/Corbis
US Secretary of the Treasury, Jacob Lew and German Finance Minister Wolfgang Schauble attending a press conference in Berlin. Photograph: Theo Schneider/Demotix/Corbis

Missed this earlier --the US Treasury secretary has renewed the pressure on Germany to do more to help its neighbours by stimulating its domestic economy.

On a visit to Europe, Jack Lew told a press conference in Berlin that Washington believes more internal demand within Germany would be good news for the whole region.

Lew told a press conference, following a meeting with German finance minister Wolfgang Schauble, that:

    We continue to believe that policies that would promote more domestic investment and demand would be good for the German economy and the global economy.

Schauble, though, denied that Germany’s export strength is a threat. Indeed, we should be more grateful for it, he suggests:

    „The eurozone as a whole has a very small surplus …. and without the German surplus toward third countries, the eurozone would have no surplus at all, but a deficit.

    The American deficit won‘t be improved by a European one being added to it.“

Ouch…

Photograph: Theo Schneider/Demotix/Corbis
Photograph: Theo Schneider/Demotix/Corbis

Quelle: The Guardian (http://www.theguardian.com/business/2014/jan/08/sainsburys-claims-best-christmas-ever-as-mothercare-issues-profits-warning-business-live#block-52cd6c21e4b07f8c2b4a049a)

Amadeo Antonio Stiftungszeitung „Ermutigen“ Nr. 11

Mit Foto von Theo Schneider auf dem Titel

Amadeo Antonio Stiftung

Vor dem Jahreswechsel haben wir die inzwischen elfte Ausgabe unserer Zeitung „Ermutigen“ an unsere Spenderinnen und Spender verschickt. Im vergangenen Jahr konnte die Amadeu Antonio Stiftung insgesamt 94 Initiativen fördern, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Einige von ihnen stellen wir in der Zeitung vor.

Hier kann die aktuelle Ausgabe bequem am Bildschirm gelesen werden.

Gedruckte Exemplare können bei uns angefordert werden.
Hier gibt es die Zeitung als Download (PDF-Dokument, 2 MB)

Quelle: Amadeo Antonio Stiftung (http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/neue-ausgabe-der-stiftungszeitung-ermutigen/)