Von Berlin nach Eisenhüttenstadt

29.04.2014 – Nach blockiertem Aufmarsch in Kreuzberg am Samstag sagt die NPD ihre Pläne für den 1. Mai in Berlin-Neukölln ab.

Tausende Menschen haben am Samstag mit Massenblockaden einen Aufmarsch der Berliner NPD durch Berlin-Kreuzberg verhindert. Die Menge, die sich am Bahnhof Jannowitzbrücke den 100 NPD-Anhängern von allen Seiten in den Weg stellte war einfach zu groß, eine Räumung aus Sicht der Polizei unverhältnismäßig. So mussten die Neonazis, wovon die Hälfte aus anderen Bundesländern angereist war, wie zum Beispiel eine Delegation der Worch-Partei „Die Rechte“ aus Dortmund um Dennis Giemsch und Siegfried Borchardt nach dreieinhalb Stunden unverrichteter Dinge wieder abziehen. Zwar genehmigte die Polizei dem Anmelder Sebastian Schmidtke eine kurze Strecke im Berliner Stadtteil Adlershof, die politische Niederlage konnten die Neonazis aber nach ihrer vollmundigen Ankündigung, teilweise mit Gewaltdrohungen, durch den bei ihnen verhassten Stadtteil Kreuzberg, zu ziehen nicht mehr ausgleichen.

Möglicherweise in Reaktion auf das Desaster vom Samstag macht die NPD gar nun einen Rückzieher für den 1. Mai: Wie die Polizei gestern bekannt gab, ist der geplante Aufmarsch am 1. Mai in Berlin-Neukölln am Vormittag per Fax abgesagt worden. Schon Tage zuvor wurde darüber spekuliert, ob der Aufzug ernsthaft durchgeführt werden soll, da keinerlei Mobilisierung in der Szene nach Berlin erkennbar war, der Anmelder lediglich für die Neuköllner Bezirksgruppe der NPD anmeldete und nicht einmal zum Kooperationsgespräch bei der Polizei erschien. Zudem kündigte das Bündnis „berlin.nazifrei“, aus Parteien, Gewerkschaften, Initiativen und Antifa-Gruppen – wie bereits am Samstag – wieder groß angelegte Blockaden des NPD-Aufmarsches an.

Gegenüber Medien kündigte der NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke an, dass sich die Berliner Szene nunmehr nach Rostock und zu kleinen Wahlkampfkundgebungen in Brandenburg orientieren werde. Geplant sind dem Vernehmen nach Kundgebungen in Falkensee (Havelland), Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt. Dort soll am 1. Mai am späten Nachmittag in der Nähe der Zentralen Aufnahmestelle für Asylsuchende (ZAST) aufmarschiert werden. Schmidtkes ehemalige Lebensgefährtin, die Berliner RNF-Vorsitzende Maria Fank, ist hingegen mittlerweile als Rednerin für den 1. Mai-Aufzug der Dortmunder Neonazi-Partei „Die Rechte“ angekündigt.

Quelle: Blick nach Rechts (http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/von-berlin-nach-eisenhuettenstadt)

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